Green Development

Kohle

1960: Graue Städte in Deutschland

Beginnend mit einer typischen Szenerie des Kohlereviers Essen im Nordwesten Deutschlands um 1960 tauchen die Besucher in die Entwicklung der deutschen Städte ein. 

Das große Diorama eines Fördergerüstes berichtet mittels einer Hörstation aus der ganz "persönlichen" Sicht des Fördergerüstes über die Lebensbedingungen inmitten der Industriebauten der Stadt Essen um 1960. Die fast schon bedrohliche Kulisse des Revierstandortes prägt diesen Ausstellungsbereich, in dem die Besucher mittels Bildern, Exponaten und Videos die Lebensbedingungen dieser Zeit nachvollziehen können. 

Der Kanarienvogel als lebenswichtiger Begleiter der Bergleute erzählt über den Bergmannsalltag tief unter der Erde und bildet ein kulturelles Band zur chinesischen Kultur, in der die Haltung dieser Tiere ebenfalls sehr verbreitet ist.

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Zeche Zollverein

Die Umwandlung der Städte

Ebenfalls in Essen befindet sich das UNESCO-Welterbe Zeche und Kokerei Zollverein. Dieses Gelände befindet sich nach dem Rückzug der Montanindustrie in der Umwandlung zu lebensnahen Grünflächen mit kulturellem Schwerpunkt. Die Zeche Zollverein ist ein beliebtes touristisches Ziel Deutschlands für in- und ausländische Besucher. 

Bevor die Stadtmenschen dieses Gelände als Lebensraum neu erobern, finden wir Pionierpflanzen und Tierarten, die auf ganz natürlichem Weg zur Transition beitragen. 

Das nun auf dem Boden liegende Doppelbock-Fördergerüst symbolisiert den Rückzug der alten Stadtstruktur und sein Bewuchs auf rostigem Stahl die einsetzende „Rückeroberung" durch die Natur.

Mittels eines „Förderfahrstuhls" dringen die Besucher in die Tiefen der Bergwerksstollen vor und lernen die Vielfalt der Arten, die durch den Lauf der Jahrtausende in diesem Gebiet gesiedelt haben, kennen.

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Bänder

Renaturierung in Deutschland

Über die Grenzen Essens hinaus führt die Reise die Besucher einmal quer durch Deutschland und stellt besonders markante und wichtige Renaturierungsprojekte vor. Das wichtige Thema der Renaturierung von Flüssen – ein großes Thema auch in China – wird u.a. anhand der Emscher als Gewässervorzeigeprojekt. Die Emscher galt noch in den 60er Jahren als schmutzigster Fluss Europas.

Einmal quer durch Deutschland - entlang des Grenzverlaufes der ehemaligen deutsch/deutschen Grenze – zieht sich das Programm „Grünes Band Deutschland". Die Umwandlung des ehemaligen Todesstreifens in eine Renaturierungszone mit verblüffender Artenvielfalt wird in Bewegtbild und symbolisch mit einer Hörstation aus der subjektiven Sicht des Grenzpfahles lebendig dargestellt. 

In den Städten Deutschlands ist die Zahl an „grünen Initiativen" schier grenzenlos. Ob Dachgartenbegrünung, Anlegen von Fahrradwegen, Stadtimkerei oder Gemeinschaftsgärten – die Menschen bringen wieder aktiv die Natur in die Stadt und schaffen damit ein attraktives Umfeld, in dem es sich gut leben und arbeiten lässt.

Auf vier LCD Monitoren können sich die Besucher die einzelnen Projekte erschließen.

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